Junge Unternehmen in der Ortenau

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Vacuventi

Gründerteam: Gabi Lichtwer und Marco Armbruster 

"Wenn wir schon ab der Grundschule Kinder und ihre Ideen ernst nehmen würden, könnten wir mutigere und offenere Menschen formen. Und Mut und Offenheit sind wichtige Bestandteile für die Gründung."

- Marco Armbruster, Co-Gründer Vacuventi


Mit Mut und Offenheit zu ökologischem Bewusstsein

“Ich möchte ein Bewusstsein dafür schaffen“, sagt Gabi Lichtwer, „dass Ökologie sich nicht nur darauf beschränkt, Bio-Obst zu kaufen, sondern weit darüber hinausgeht.” Was ein bisschen nach Weltverbesserung klingt, trägt die Ingenieurin sehr selbstbewusst und pragmatisch vor.

Lichtwer möchte nicht nur Bewusstsein schaffen, sondern mit ihrer Geschäftsidee Vacuventi selbst aktiv eingreifen. “Viele Güter und Waren haben eine lange Reise hinter sich”, sagt sie. “Während der Reise müssen sie geschützt werden, damit sie nicht feucht werden, schimmeln oder von Ungeziefer beschädigt werden.” Normalerweise kommen hier große Mengen von Pestiziden zum Einsatz. Die 31-Jährige hat sich während ihres Studiums der Verfahrenstechnik mit der Frage auseinandergesetzt, wie sich Lagerung und Transport von verderblichen Waren wie Kleidung oder Lebensmittel mit weniger Chemikalien bewältigen lassen könnten.

Eine Lösung für eine bessere Atmosphäre

Ihre Lösung ist ein System, dass für die Waren ein Vakuum und eine nur aus Inertgas bestehende Atmosphäre erstellt, um so Schimmel oder Ungeziefer die Lebensgrundlage zu entziehen. Zusammen mit ihrem Kollegen Marco Armbruster nimmt sie am Black Forest Accelerator teil, um zu lernen, aus einer guten Idee ein gutes Geschäftsmodell zu entwickeln.

“Ziel ist es, aufbauend auf Gabis Idee, einen automatisierten Prozess zu erstellen, der es dem Mitarbeiter beim Großhändler im Lager erlaubt, nur noch eine Verbindung herzustellen zwischen einer Verpackung und einem Ventil, das Gabi entwickelt hat”, erklärt Armbruster. “Dieses Ventil ist mit einem Gerät verbunden, dass Daten zur Verfügung stellt und weiß, was für das jeweilige Produkt gemacht werden muss. Es führt den Prozess selbstständig durch, und der Mitarbeiter muss dann nur noch die Verbindung trennen.”

Und Lichtwer ergänzt: “Wir helfen unseren Kunden, den Schritt in die Digitalisierung, die Industrie 4.0 und das Internet of Things zu gehen, von dem viel geredet wird, unter dem sich aber immer noch viele Unternehmen wenig vorstellen können.”

Von der Bekanntschaft im Studium zur Geschäftsidee

Kennengelernt haben sich die beiden an der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Medien Offenburg, wo Armbruster bereits im letzten Semester war, als Lichtwer das Studium aufnahm. Allerdings hatte sie da bereits eine Ausbildung als Einzelhandels-Fachwirtin hinter sich. Nach einem Auslandsaufenthalt entschloss sie sich, doch zu studieren. “Die Einzelhandels-Welt hat nur mit Finanzen zu tun”, sagt Lichtwer. “Der Mensch und die Umwelt bleiben auf der Strecke.” Darauf hatte sie keine Lust mehr.

Zusammen mit Armbruster nimmt Lichtwer nun am Black Forest Accelerator Program teil, nachdem sie den vom Land Baden-Württemberg und der WRO ausgerichteten Startup-Pitch gewonnen hatte. Die Erfahrungen sind durchweg positiv. “Thematisch werden uns alle Inhalte präsentiert, die man als Gründer braucht”, sagt Lichtwer. Dabei hebt sie besonders hervor, dass es nicht nur trockene Theorie ist, sondern der praktische Anteil, das Selbermachen, einen großen Anteil hat.

Acht Teams und viele Themen

Acht Teams arbeiten in dem Programm an ihren oft recht unterschiedlichen Ideen. Gerade diese Vielfalt begeistert die beiden. Die anderen Teilnehmer geben Feedback aus anderen Perspektiven, aber immer getragen von der Aufbruchstimmung, dem Startup-Spirit.

Gleichzeitig kommt der Input von praxiserfahrenen Dozenten und Coaches zu Themen wie Branding, Positionierung, Business Model Canvas und Blue Ocean, Finanzierung, eCommerce oder Leadership. Meist wird nach einer knapperen Theorieeinheit dem praktischen Teil weitaus mehr Raum gelassen.

“Wir können auch Feedback geben”, sagt Armbruster. “Das erhöht die Dynamik und zeigt, dass es um uns geht und wir tatsächlich im Mittelpunkt stehen.” Zusammen mit Lichtwer nimmt er das Angebot wahr, den CoWorking-Bereich des Technologiepark Offenburg zu nutzen. “Hier können wir uns mit anderen Teams auch unabhängig von den Accelerator-Wochenenden austauschen.”

Mentoren aus der Wirtschaft mit einem offenen Ohr

Neben den Mitstreitern stehen Vacuventi auch Mentoren zur Verfügung, die viel Erfahrung mitbringen. “Wir waren anfangs erstaunt, wie leicht es ist, mit denen ins Gespräch zu kommen”, sagt Lichtwer. Das Interesse und die bereitwillige Unterstützung durch die Mentoren motiviert die beiden, ihre Idee tatsächlich auch auf dem Markt zu präsentieren. 

Gleichzeitig freuen sie sich auf die kommenden Bausteine. “Mich interessiert insbesondere Agile Leadership”, sagt Lichtwer und Armbruster ergänzt: “Auch wenn ich mich auf Rechtsformen und Finanzierung nicht wirklich freue, wird es uns doch sehr weiterhelfen.” Um die eigene Finanzierung kümmern sie sich parallel dazu und werden EXIST beantragen, ein Förderprogramm des Wirtschaftsministeriums in Kooperation mit der HS Offenburg.

Mit Mut und Offenheit in eine erfolgreiche Zukunft

Auch, wenn sie sich auf einer Reise ins Ungewisse befinden, bereuen sie ihren Schritt nicht. “Ich fände es schön, wenn sich mehr Menschen trauen würden, ein Unternehmen zu gründen”, sagt Lichtwer. Allerdings müsste die Motivation dazu bereits früh anfangen. “Ich glaube, dass das klassische Schulsystem keine mutigen Menschen formt”, sagt Armbruster. “Wenn wir schon ab der Grundschule Kinder und ihre Ideen ernst nehmen würden, könnten wir mutigere und offenere Menschen formen. Und Mut und Offenheit sind wichtige Bestandteile für die Gründung. Keine Angst vor dem Scheitern zu haben.”

Ihrer eigenen Angst vor dem Scheitern begegnen sie mit Pragmatismus und Realismus. “Wenn wir in fünf Jahren fünfzig zufriedene Kunden hätten, die nicht bereut haben, ihre Prozesse auf unser System umgestellt zu haben, wäre ich schon echt stolz”, sagt Armbruster. Der Black Forest Accelerator begleitet sie dabei auf den ersten Schritten.

Gründerteam: Thomas Dold, Anna Hahner und Lisa Hahner

 

Die App für Läufer - individuell, dynamisch, effizient

Von 5km bis Marathon generiert die App für Laufeinsteiger, Hobby- und Freizeitläufern individuelle und dynamische Trainingspläne. Egal ob Abnehmen, als Ausgleichsport oder die neue Bestzeit im Blick. Gesundes Training ohne Verletzungen und erfolgreiche Zielerreichung erfordert gute Trainingsplanung.

Running Fitness passt den Trainingsplan auf die persönlichen Ziele, die Leistungsfähigkeit und die Trainingserfahrung ganz individuell, an. 

Die Idee zur App hatte der Dipl. Ökonom und Lauftrainer im Profi- und Freizeitbereich Thomas Dold zusammen mit den Profi-Matahonläuferinnen Anna und Lisa Hahner. Begeistert von der Idee, aktuellste Trainingsmethodik für jeden zugänglich zu machen, wurde die Konzeption und Entwicklung direkt in die Hand genommen.

Die App ist intuitiv nutzbar, mit einem übersichtlichen und reduzierten Design. Bei zu hoher oder zu niedriger Anforderung, findet automatisch eine dynamische Anpassung des Plan statt. Zusätzlich können Trainingsplan und persönliche Ziele jederzeit manuell verändert werden. So passt sich der Trainingsplan dem Läufer und dessen Ziele an, was im Profisport üblich ist und dank Running Fitness nun für Jedermann verfügbar.

Hier erfährst du mehr über die App Running Fitness

Gründer: Christian Falk und Stanislav Schmidt

"Accelerator und Mentorenprogramm helfen uns dabei, uns im extrem intransparenten System zurecht zu finden und viele Fehler zu vermeiden – das ist ein großes Glück für uns."

- Stanislav Schmidt, CTO und Co-Gründer Falcon A.I.

 

Mit Präzision und Performance zu glücklichen Mitarbeitern

“Meine Motivation zur Selbstständigkeit ist die persönliche Unabhängigkeit”, sagt Christian Falk. “Ich arbeite dann besser.” Sein Geschäftspartner Stanislav Schmidt ergänzt: “Es geht darum, etwas zu schaffen, etwas aufzubauen. Die finanzielle Motivation ist zweitrangig.”

Künstliche Intelligenz im Personalwesen

Falk und Schmidt sind dabei, das Unternehmen Falcon A.I. zu gründen, dass durchaus finanziellen Erfolg verspricht. Sie entwickeln eine künstliche Intelligenz, die Unternehmen dabei unterstützen soll, die richtigen Entscheidungen bei der Einstellung neuer Mitarbeiter zu treffen.

“In Deutschland ist jeder Dritte, der eingestellt wird, eine Fehleinstellung”, sagt Schmidt. Und jede Fehleinstellung verursache durchschnittlich 250 Prozent der jährlichen Kosten des Mitarbeiters. Bei einem Gehalt von €100.000,- beläuft sich das auf €250.000,-. “Bei 3,6 Millionen Einstellungen insgesamt sind das 1,2 Millionen Fehleinstellungen, die einen Schaden von €135 Milliarden verursacht haben. Und das nur, weil bei der Einstellung falsche Entscheidungen getroffen wurden.” Die Software von Falk und Schmidt soll den Schaden reduzieren.

Auswertung von Tests und Dokumenten

Dazu wertet die Software nicht nur die Dokumente wie Lebenslauf und Zeugnisse des Bewerbers aus, sondern auch verschiedene IQ-, EQ- und Persönlichkeitstest aus, die der Bewerber durchlaufen haben muss. “Wir haben viele Test akkumuliert”, sagt Falk. “Dadurch, dass wir nicht nur eine KI nutzen, sondern ein KI-Netzwerk entwickeln, lernt die KI von jedem Unternehmen, in dem sie eingesetzt wird.”

Jeder neue Fall bringt neue Daten mit sich. Diese Daten werden wahlweise mit denen anderer Teammitglieder verglichen oder es erfolgt ein Abgleich mit dem Stellenprofil. Oder beides. Je mehr Daten eingegeben werden, desto präziser kann die Empfehlung ausfallen. Sind nicht genug Daten vorhanden, kann die KI auch empfehlen, dem Bewerber die eine oder andere Frage zu stellen.

Dem Datenschutz wird Rechnung getragen

“Im Grunde ist die KI vergleichbar mit einem Mitarbeiter, der nur dafür da ist, in Personalfragen zu beraten”, sagt Schmidt. “Allerdings hat er gleichzeitig Zugriff auf Daten anderer Unternehmen.” Natürlich geschieht das konform mit den neuen Datenschutzverordnungen DSGVO.

Genutzt werden kann die KI nicht nur für Neueinstellungen. Auch vorhandenes Personal kann besser eingesetzt werden, denn die KI kann dabei helfen, die besten Positionen für Mitarbeiter zu finden, die bereits unter Vertrag stehen. “Unser Geschäftsmodell besteht darin, vorhandenes Personal effektiver einzusetzen und effektiveres Personal neu einzustellen”, sagt Falk und Schmidt ergänzt: “In zwei Begriffen zusammengefasst bieten wir Präzision und Performance.”

Accelerator als Ideenschmiede

Das Thema Personalwesen kristallisierte sich erst im Accelerator-Programm heraus. “Mit der KI lassen sich später auch viele andere Themen umsetzen”, sagt Schmidt, “aber zusammen mit unserem Mentor haben wir uns nun erst einmal die HR-Seite vorgenommen.” Der Mentor Swen Laempe kommt von einem bereits erfolgreichen Unternehmen, dem Hotelsoftware-Anbieter Vioma aus Offenburg.

Folglich ist gerade der Aspekt des Mentoring für Falk und Schmidt besonders hervorzuheben. “Für uns ist das ein Glücksfall”, sagt Falk. “Unser Mentor wird gleichzeitig unser Pilotkunde und arbeitet richtig mit an unserem Projekt.”

Zusammenarbeit mit anderen Teilnehmern

Gleichzeitig arbeiten Schmidt und Falk auch an anderen Geschäftsmodellen mit. “In den Accelerator-Workshops werden die Teams immer wieder durchmischt”, sagt Schmidt. “So kommen wir mit den Ideen der anderen Teilnehmer in Kontakt, und die bereichern unser Modell mit ihrer Außenperspektive.”

Gerade das Netzwerken heben sie lobend hervor. Selbst wenn man thematisch schon einiges im Studium mitgenommen habe, seien die vielen unterschiedlichen Kontakte in die Wirtschaft unbezahlbar. “Florian Appel macht einen exzellenten Job”, sagt Falk. Der Organisator des Accelerator-Programms zaubere immer neue spannende Kontakte aus dem Hut und finde auf jede Frage eine Antwort.

Der Falke als Begleiter durch schwierige Zeiten

Eine Antwort gibt es natürlich auch auf die Frage, warum Falk und Schmidt den Namen gewählt haben: Falcon A.I. Während AI für Artificial Intelligence steht, ist der Falke das Symbol von Präzision und Performance. Er ist Navigator und Begleiter durch schwierige Zeiten.

“Unsere KI ist der Falke, der dem Falkner zur Seite steht”, sagt Falk. “Wie ein Falke den Boden absucht und hinabstößt, analysiert unsere KI die Informationen und schlägt eine Entscheidung vor.” Der Falke entscheide dabei nicht selbst, sondern sei nur ein Werkzeug des Falkners. So solle der Falke den Falkner auch nicht ersetzen, sondern ihn unterstützen.

Die beiden jungen Unternehmer jedenfalls haben die Zukunft fest im Blick. Das nächste Accelerator-Programm steht bereits im Kalender, während sie ihren Prototypen fertigstellen. Neben dem Mentor gibt es bereits weitere Pilotkunden, die eine Testphase gewährleisten. “Unsere Vorstellung ist, dass das Produkt bis Ende kommenden Jahres am Markt ist und wir die ersten Mitarbeiter eingestellt haben”, sagt Schmidt. Als Begleiter dabei ist immer der Falke.

Hier erfahrt ihr mehr über Falcon A.I.

Gründer: Alexander Feldberger

"Ohne das Accelerator-Programm wäre ich nie so schnell so weit gekommen, wie das inzwischen der Fall ist. Das Netzwerk, das uns hier zur Verfügung steht, ist enorm hilfreich."

- Alexander Feldberger, Geschäftsführer FAMIGO

 

Ein Familien-Startup für Familien mit Inhalten von Familien

“Mein Berater vom Arbeitsamt hat mich gefragt, ob ich betrunken bin”, sagt Alexander Feldberger. Er hatte dem Beamten gerade erklärt, dass er nicht eine hochdotierte Position in der Tourismusbranche antreten würde. Stattdessen wollte er ein Startup gründen und sich für den Black Forest Accelerator anmelden, dessen Fristen er eigentlich schon verpasst hatte.

Sicherheit gegen Freiheit und Innovationskraft getauscht

“Während ich die Bewerbungsunterlagen für den Accelerator bearbeitet habe, hat sich die Idee immer weiter geschärft”, sagt er. “Ich dachte mir: Wenn ich hier genommen werde, lasse ich den Job sausen.” Und er wurde genommen, seine Idee für gut befunden.

Die Idee trägt inzwischen den Namen FAMIGO und ist von beeindruckender Logik. Am Anfang stand ein B2C-Portal mit User Generated Content, der sich um alle Fragen von Familien drehte. “Bereits im ersten Workshop des Accelerators haben wir über den Pain der Digitalisierung für die Kommunen gesprochen”, sagt Feldberger, dem dabei ein Licht aufging: Die Städte und Gemeinden mussten mit ins Boot, denn niemand ist näher an den Familien dran.

Eine Geschäftsidee aus der eigenen Erfahrung entwickelt

FAMIGO will die Standortfaktoren für die Kommunen digitalisieren. Dabei geht es nicht nur um die Freizeit-Komponente wie Spielplätze oder Sportklubs, sondern auch um Krabbelgruppen, Baby-Yoga, den Kindergarten oder die Grundschule. Die Idee entwickelte Feldberger, als er selbst nach der Geburt seines zweiten Kindes in der Elternzeit war. “Da habe ich gemerkt, wie wichtig diese Themen sind.”

Bereits während seiner Arbeit im Tourismus kannte er die Fragen von Familien, die sich um das Urlaubsdomizil drehten. Nun lernte er auch die der Einheimischen kennen. “80 Prozent aller Familien mit Kindern gehen spazieren. Es gehört dazu”, sagt er. “Aber ein Portal für schöne Spaziergänge mit Kindern verschiedener Altersgruppen gibt es nicht.”

Drei verschiedene Zielgruppen - aber immer Familien

Und so hat FAMIGO drei verschiedene Zielgruppen. Das sind zum einen natürlich die Familien, die in der Stadt oder Gemeinde leben und mit den Fragen des täglichen Lebens konfrontiert sind. Die zweite Zielgruppe sind Familien, die neu in der Stadt oder Gemeinde sind und alle Informationen für die Versorgung ihrer Kinder benötigen. Und die dritte Zielgruppe sind Familien, die im Urlaub oder auf der Durchreise sind und schnell und gezielt informiert werden möchten.

Die Informationen stellt FAMIGO dabei nicht selbst zur Verfügung, sondern bietet nur den Rahmen in Form einer Dynamic Web Application, also einer Website, die auf den Nutzer zugeschnittene Inhalte anzeigt. Feldberger wird nicht müde zu betonen, dass sie keine App bauen, wie sie für jede Lebenslage auf dem Smartphone zur Verfügung steht. Trotzdem sollen die Informationen auf das Smartphone kommen. “Heutzutage sind die Nutzer es gewohnt, dass alles zu ihnen kommt”, sagt er. “Unser Zielbild ist, dass wir die Informationen einsammeln und sie den Bedürfnissen des Users gemäß zur Verfügung stellen.”

Eine Lösung für die Gemeinden mit den Gemeinden

Um an die Informationen zu kommen, ist die Zusammenarbeit mit Städten und Gemeinden wichtig. Als Beispiel führt Feldberger die Offenburger Spielplätze an, die von der Stadt geolokalisiert wurden. “Allerdings weiß ich als Besucher nicht, ob sie sich für mein dreijähriges Kind eignen, ob ein Schattenplatz da ist oder ähnliches”, sagt er. Diesen Teil würden die Familien und Kommunen übernehmen. Ein Aufruf des Bürgermeisters zur Mitarbeit seit der Türöffner für User Generated Content. Feldberger zweifelt nicht daran, dass das klappt. “Wir haben gesehen, dass der Aufruf durch einen Bürgermeister zu Beteiligungsraten von 50 Prozent führen kann”, sagt er.

In seinen Pilotstädten wäre er schon mit einer geringeren Beteiligung zufrieden. Drei Städte konnte er für sich gewinnen. Während in Gengenbach die Tourismus-Komponente getestet wird, hat sich Offenburg den Neubürgern verschrieben. Und Willstätt mit seinem Mentor und dortigen Bürgermeister Marco Steffens testet FAMIGO für die Einheimischen. In den nächsten Schritten möchte Feldberger FAMIGO auf die Ortenau, den Schwarzwald, Baden-Württemberg und dann irgendwann Deutschland ausweiten.

Durch das Accelerator-Programm auf der Überholspur

“Die Mitarbeiter in den Kommunen, mit denen wir uns unterhalten, sind eine wundervolle Fundgrube für neue Ideen”, sagt Feldberger. Aber auch das Netzwerk des Accelerator-Programms ist von großem Nutzen, wie auch der Austausch mit den anderen Teilnehmern. “Es ist eine Gruppendynamik entstanden, man hilft sich gegenseitig”, sagt er und ergänzt: “Ohne das Accelerator-Programm wäre ich nie so schnell so weit gekommen, wie das inzwischen der Fall ist.” Von Willstätt, Offenburg und Gengenbach erhält FAMIGO bereits jetzt sehr viel Unterstützung durch die Bürgermeister. Hier kommt das Netzwerk der WRO wieder stark zum Einsatz. Die Bürgermeister sind Gesellschafter und somit am Erfolg von StartUp.Connect interessiert. Für Feldberger ist das Netzwerk ein wunderbarer Türöffner.

Die nächsten Schritte sind für Feldberger und FAMIGO klar. “Wir haben bereits die Zusage für ein weiteres Förderprogramm”, sagt er. In diesem Jahr werde das junge Unternehmen seine Hausaufgaben machen. “Wir brauchen eine Standardlösung, denn wenn wir an jedem Fall einzeln arbeiten müssten, würde es unrentabel.” So soll die Zusammenarbeit mit den Pilotstädten die Erfolge in Form der Prototypen abwerfen. Außerdem hofft er auf den einen oder anderen Investor.

Kein Bedauern und mehr Papa-Zeit

Feldberger bereut zu keiner Sekunde den Schritt weg aus Corporate Germany, weg von 9-to-5-Job und dem sicheren Einkommen. “Natürlich arbeite ich auch viel an meinem Startup, aber ich kann mir die Zeit einteilen”, sagt er. “Wenn ich abends arbeite, nehme ich meinen Kindern keine Papa-Zeit weg.” So kann er am Nachmittag selbst Nutzer seines Angebotes werden, während er abends dann daran arbeitet, aus Deutschland FAMIGO-Land zu machen.

Erfahre hier mehr über Famigo

 

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